dortmund international primary schools

 

Tanja und Tinelou aus der Klasse 4b schreiben selbstständig eine eigene Geschichte:

Once upon a time there was a castle. The castle was a magic castle. In the magic castle lived a ghost. The ghost had no friends. Ghost are too scary for children. After a while a family worked in the castle. In the night a child woke up and saw the ghost. Both run behind the castle and played. The ghost and child were friends.They played every night together.

 

Konzept zum Bilingualen Unterricht (englisch/ deutsch) in der Grundschule

 

 

Einleitung

1. Ziele

2. Immersionsmethode

3. Lehrplan

4. Unterricht

5. Leistungsbewertung

 

Einleitung

Vision: Englisch als “Lingua franca”

Create an international setting and stimulating atmosphere that will

help our students to grow into self-reliant, knowledgeable, open-minded

and socially responsible world citizens.”

Im Rahmen von DIPS – Dortmund International Primary Schools bereiten alle

beteiligten Schulen ihre Schüler auf die Herausforderungen unserer heutigen Zeit

vor. „ Nicht mehr nur das „Rechnen, Schreiben, ...Lesen...“ (Wilhelm Busch, Max &

Moritz), sondern auch soziale Komponenten wie Teamfähigkeit und

Alltagsorganisation sind heute gefragt.

Sehr gute Sprachkenntnisse werden zunehmend wichtiger, um sich in Europa und

der globalisierten Welt zu behaupten. Durch die Methode der Immersion sollen die

Kinder ein sehr beachtliches Niveau in der zweiten Sprache erhalten. Um

mindestens eine Fremdsprache auf einem sehr hohen, berufstauglichen Level zu

erwerben, ist frühe Immersion ein geeignetes Mittel, dieses Ziel zu erreichen.

Auch beim Erwerb einer Zweitsprache gilt die Devise je früher, desto besser. Aus

diesem Grund arbeiten die DIPS Schulen sowohl mit den Kindertagesstätten als

auch den weiterführenden Schulen, die ein ähnliches Rahmenprogramm anbieten

zusammen.

 

1. Ziele

In bilingualen Klassen wird eine Lernumgebung geschaffen, in der viele

Voraussetzungen zum Zweitsprachenlernen stärker gegeben sind als im

herkömmlichen Fremdsprachenunterricht. Ziel ist es, die Zweitsprache so früh wie

möglich einzuführen, um so einen dauerhaften und intensiven Kontakt zu dieser zu

ermöglichen. In ganz unterschiedlichen Situationen werden die Schüler dazu

angeregt, die zweite Sprache anzuwenden.

 

2. Immersionsmethode

Was heißt überhaupt Immersion?

Immersion stammt im Ursprung vom englischen Wort „immerse“ (eintauchen) ab,

so dass dieser Ansatz im Allgemeinen auch als Sprachbad gesehen wird. Die Schüler

tauchen förmlich in die englische Sprache ein. Anders als im herkömmlichen

Fremdsprachenunterricht erlernen die Kinder die Sprache nicht systematisch,

sondern durch alltägliche Aktivitäten. Es ist die Methode, die dem

muttersprachlichen Spracherwerb am Nächsten kommt. Die Schüler sehen den

Englischlehrer als Muttersprachler an, da sie diesen nur englisch sprechen hören.

Innerhalb des Schulgebäudes und besonders mit den Eltern spricht der

englischsprachige Lehrer ausschließlich Englisch.

Um einen reichhaltigen und lebensnahen Input liefern zu können, werden die

Schüler von Personen betreut und unterrichtet, die selbst über eine hohe

Kompetenz in dieser Sprache verfügen und authentische Situationen schaffen.

Alle bilingualen Klassen werden von einer englischsprachigen und einer

deutschsprachigen Lehrkraft unterrichtet. Neben dem Fach Englisch werden die

Fächer Musik, Sport und Kunst ausschließlich von der englischsprachigen Kollegin

erteilt. Den Deutschunterricht und den Mathematikunterricht gestaltet die

deutschsprachige Lehrkraft. Das Fach Sachunterricht mit ca. drei Wochenstunden

nimmt hierbei eine zentrale Rolle ein. Es wird gemeinsam von der

deutschsprachigen und der englischsprachigen Lehrkraft unterrichtet und geplant.

Daher können die Schüler besonders in diesem Fach ihren mündlichen und später

auch schriftlichen Wortschatz in beiden Sprachen parallel erweitern. Die beiden

Lehrkräfte arbeiten eng zusammen und auch die Stundenpläne sind so aufeinander

abgestimmt, dass alle Klassenrituale in beiden Sprachen bekannt sind. So erleben

die Schüler den Morgenkreis in beiden Sprachen, das gemeinsame Frühstück,

Abschiedrituale, etc. Um den Eltern eine hohe Transparenz zu gewährleisten,

stehen beide Kollegen als Ansprechpartner zur Verfügung. Elternabende und

Elterngespräche werden gemeinsam vorbereitet.

Trotz zusätzlicher Sprache werden gleiche Unterrichtsinhalte wie in den nichtbilingualen

Parallelklassen vermittelt. Damit ist weiterhin das gemeinsame

klassenübergreifende Planen der Jahrgangsteams möglich, das an allen vier DIPSSchulen einen hohen Stellenwert hat.

 

3. Lehrplan

Alle Unterrichtsinhalte orientieren sich am nordrhein-westfälischen Lehrplan. Diese

Inhalte entsprechen denen der Regelklassen. Durch das Einsetzen des

Immersionsverfahrens erwerben die Schüler eine Zweitsprache.

Durch die Gewinnung einer weiteren Englischwochenstunde wird in den

Regelklassen im Fach Englisch bereits in der zweiten Hälfte des zweiten Schuljahres

mit der dem Schreiben begonnen.

In den Bilingualen Klassen beginnt der englische Schriftspracherwerb bereits zu

Beginn des zweiten Schuljahres. Deshalb kommt es zu keinerlei Beeinträchtigung

des Erwerbs der deutschen Schriftsprache, denn diese ist in ihren Grundzügen am

Ende des ersten Schuljahres gefestigt. Da der Erwerb der englischen Schriftsprache

auch in englischsprachigen Ländern hauptsächlich über das Lesen und nicht über

das Arbeiten mit der Anlauttabelle erfolgt, beeinträchtigen sich die beiden

Spracherwerbsmodelle nicht.

 

4. Unterricht

Der Unterricht unterscheidet sich vom Aufbau her nicht vom regulären Unterricht.

An allen vier DIPS Schulen steht der ganzheitliche Unterricht im Vordergrund.

Neben dem kognitiven Lernen, soll affektives und soziales Lernen gefördert

werden. Durch eigene Einteilung des Lernalltages und durch das übernehmen von

eigenständigen Aufgaben für die Gemeinschaft, teilen sich die Schüler ihre

Arbeiten selbstständig ein und führen diese konsequent zu Ende.

Möglicher Stundenplan einer ersten bilingualen Klasse:

 

Zeit

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

1.

E

D

E

D

E

2.

E

D

D

D

D

Frühstück

E/D

D/E

D/E

D/E

D/E

3.

D

D/E

D/E

D/E

D

4.

D

E

D

E

D

5.

D

E

D

 

 

 

Wie aus dem oben gezeigten Plan ersichtlich wird, gestaltet der Lehrer den Alltag

nicht mehr streng nach Unterrichtsfächern, sondern teilt seine Zeit pädagogisch

sinnvoll ein. Es wird auch ersichtlich, dass alle Tagesrituale (Begrüßung,

Frühstückspause, Verabschiedung) in beiden Sprachen erfolgen.

Besonders zu Beginn des Zweitspracherwerbs kommt dem englischsprachigen

Lehrer die aktivere und präsentere Rolle zu. Die Sprache wird durch Handlungen,

Bildmaterial, Liedmaterial, Gegenstände, etc. unterstützt. Durch diese

anschauliche Darstellung haben die Schüler keine Schwierigkeiten, alle

Anweisungen zu verstehen. Der Zweitsprachlehrer ist bereit, im Rampenlicht zu stehen.

Das Fach Englisch wurde in allen Klassen an allen DIPS Schulen um eine

Unterrichtsstunde erweitert, so dass alle ersten Klassen des Schuljahres 2010/11

vom ersten Schultag an mit drei Wochenstunden Englisch starten. Aus diesem Grund werden die Lehrwerke durch zusätzliches Unterrichtsmaterial ergänzt.

 

5. Leistungsbewertung

Finding the time and identifying appropriate tools with which to meaningfully

assess students’ immersion language development across the grade levels is

difficult for immersion programs.“ (Fortune & Tedick 2007)

Gemeinsames Ziel aller vier DIPS Schulen ist es, geeignete Instrumente zur

Leistungsmessung zu erarbeiten und gemeinsam einzusetzen. Im ersten Schuljahr

erfolgt der Erwerb der Zweitsprache ausschließlich auf der mündlichen Ebene, so

dass hier die Beurteilung der Leistung nur innerhalb des Unterrichts erfolgt. Ab dem

zweiten Schuljahr werden dann unterschiedliche Messinstrumente, wie z.B. kleine

englischsprachige Vorträge, Multiple Choice Tests, etc. eingesetzt.