Integration der digitalen Medien in den Unterricht

 

Medienkonzept
Die Schule hat die Aufgabe, die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler zu erschließen und diese dazu zu befähigen, „verantwortlich am sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, beruflichen, kulturellen und politischen Leben teilzunehmen und ihr eigenes Leben zu gestalten“ (LP S. 11). Das bedeutet, dass die elektronischen Informations- und Kommunikationstechnologien Hilfsmittel des Lernens und Lerngegenstand des Unterrichts sind (vgl. ebd., S. 11).
Für viele Kinder im Grundschulalter – so auch für viele Kinder unserer Schule – ist der Umgang mit einem PC zu Hause ganz selbstverständlich, wobei sich die Art der familiären Nutzung qualitativ erheblich unterscheidet. Für andere Familien aber ist der Zugang zum Computer noch keine Selbstverständlichkeit.
So soll der Unterricht den Kindern eine Orientierung über wichtige Informationsmög-lichkeiten vermitteln, sie anleiten, vorhandene Informations- und Kommunikations-medien sinnvoll zu nutzen und mit diesen verantwortungsbewusst und sicher umzugehen (vgl. § 2 Abs. 4 und 5 SchulG.).
Zum einen können auf diese Weise die oben angesprochenen unterschiedlichen Erfahrungsmöglichkeiten kompensiert werden, zum anderen können die Kinder zu einem produktiven und kompetenten Umgang mit den neuen Medien angeleitet werden, da diese in ihrem künftigen Erwachsenenleben zum Alltag gehören werden.

In unserer Schule übernimmt der Computer dabei die Funktion:

  • als Arbeitsmittel ( z.B. Textverarbeitung )
  • als Hilfsmittel beim Lernen (Lernprogramme wie z.B. Blitzrechnen, Lernwerkstatt)
  • als Dokumentationshilfe von Unterrichtsergebnissen
  • und als Informationsquelle ( z.B. Recherche und Einsatz von Suchmaschinen   

           im Internet )

Die neuen Medien halten wir dort für sinnvoll, wo…

  • die Selbständigkeit der Kinder unterstützt wird
  • sie in didaktisch-methodischer Hinsicht besser als andere Medien sind
  • sie Motivation und Aufmerksamkeit steigern
  • sie das kreative und gestalterische Potenzial der Schüler entfalten können
  • soziale Phänomene und Naturereignisse durch Simulation veranschaulicht

          werden können

Des Weiteren haben wir als Grundschule, wie die weiterführenden Schulen auch, die Aufgabe, die Medienkompetenz der Schüler zu entwickeln. Selbstverständlich kann die Grundschule den Anspruch, der in dem Begriff Medienkompetenz steckt, nur ansatzweise erfüllen.
Indem die Schulen die neuen Medien aber so unspektakulär wie nötig und so selbstverständlich wie möglich in den Unterricht einbauen, nähern sich die Kinder aber nach und nach diesem Ziel.
Das Üben der Einmaleins-Aufgaben beispielsweise kann durch die PC-Software Blitzrechnen(Kopfrechenprogramm von mathe 2000) gefördert werden. Zusätzlich zum Lehrbuch üben die Kinder das Kopfrechnen mit Übungsaufgaben aus der Lernwerkstatt.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das Lernen mit neuen Medien an unserer Schule ein Prinzip neben anderen Prinzipien darstellt, den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Grundschule zu erfüllen.

Technische Ausstattung:

  • Alle Klassenräume sind mit vernetzten PCs ausgestattet.
  • Auf jeder Etage befindet sich eine "Medienecke" mit drei bis vier PCs und einem s/w Drucker.
  • Ein PC-Raum mit 14 vernetzten PCs und einem s/w Drucker befindet sich im Erdgeschoss.
  • Offline-Programme: Blitzrechnen, Lernwerkstatt
  • Online-Programme: antolin.de

 

„Arbeitsplan“ in den einzelnen Jahrgangsstufen:

Klasse 1

  • Einführung in die Arbeit am Computer: Bedienung/ Elemente und Grundfunktionen: korrektes Starten und Herunterfahren des PC, Anmeldung in das Netzwerk mit Benutzernamen und Kennwort, Startleiste / Desktop
  • Erste Orientierung auf der Tastatur (Kenntnis wichtiger Tasten und derer Funktionen: Leer-, Enter-, Return-, Pfeiltasten)
  • Umgang mit der Maus (Navigieren auf dem Desktop, Klick und Doppelklick) und mit Kopfhörern
  • Kenntnis der Desktop-Icons für die Programme: Lernwerkstatt, Blitzrechnen und Malprogramm inkl. Nutzung der genannten Software
  • Kennen lernen und erster Umgang mit der Internetplattform „Antolin“ zur Leseförderung

Klasse 2

  • Kennen lernen der Tastatur (Buchstaben, Zahlen, Satzzeichen, Großschreibung von Buchstaben mit der Feststelltaste, Entfernen- und Escape-Taste)
  • Kenntnis der Programme: Lernwerkstatt, Blitzrechnen und Schreibprogramm Open Office
  • Umgang mit der Internetplattform „Antolin“ zur Leseförderung, dabei erste Sicherheitsregeln für die Internetnutzung kennen lernen (Passwortzugang, Schutz persönlicher Daten)
  • Erstes Schreiben von Texten am PC (PC als Schreibwerkzeug)
  • Internetrecherche unter Anleitung
  • Fachbegriff: Internet

Klasse 3

  • Kennen lernen der Tastatur (Strg.-, Alt-Tasten)
  • Kenntnis des Desktop-Icons für das Internet
  • Internetrecherche mit Hilfe von Suchmaschinen (www.blinde-kuh.de, google.de)
  • Erweiterung und Sicherung der Grundkenntnisse in der Computerbedienung
  • Schreiben, Überarbeiten und Gestalten von Texten
  • Speichern und Drucken von Dateien
  • Nutzen der Internetplattform „Antolin“ zur vertiefenden Leseförderung

Klasse 4

  • Erstellen einer Textsammlung (z.B. Zeitung) mit einer Textverarbeitungssoftware
  • Formatieren von Schrift / Zeichen (Schriftgröße und -art auswählen, Ausrichtung, Hervorhebung, Absätze, Zeilenabstände etc.)
  • E-Mails schreiben, verschicken und abrufen
  • Formulieren und Begründen sinnvoller Regeln für den Umgang
  • Fachbegriffe: homepage, e-mail