Aufbau einer Lesekultur – Leseförderung
Feste Lesestunden pro Klasse zur Leseförderung in der Bücherei; „Freie Lesezeiten“
Innerhalb dieser verbindlichen Lesestunden wird den Kindern, entsprechend ihrer individuellen Leseinteressen und Lesefähigkeiten die Möglichkeit gegeben, sich auf Literatur einzulassen. Hierbei können sich die Kinder Ganzschriften auswählen, die in der Bücherei, welche einen Bestand von über 1300 Werken bereithält, zur Verfügung stehen. Die übersichtliche Präsentation der Werke ermöglicht es den Kindern, sowohl innerhalb ihres Lesealters Ganzschriften auszuwählen, bietet aber zugleich die Möglichkeit auf ein anderes Lesealter zurückzugreifen. Darüber hinaus ist das breite Angebot von Sachbüchern und auch Comics sowie zahlreichen Hörbüchern Anreiz für die Kinder, die diese Literaturform vorziehen.
Innerhalb dieser Lesestunde werden neben den Lesezeiten, bei denen sich die Kinder einen Leseort ihrer Wahl (Kuschelecke; Sofa; Teppich; Sitzsäcke) aussuchen dürfen, Buchtipps als Entscheidungshilfe untereinander gegeben, Lesetagebücher angefertigt und Lesekisten zur Lesemotivation herangezogen.
Diese ritualisierte Einheit hat sich bereits sehr bewährt und nachweislich den Zugang zur Literatur für zahlreiche Kinder als interessant und lohnenswert dargestellt.
Fest verankert im Stundenplan findet regelmäßig eine freie Lesestunde in allen Klassen statt. Abgesehen vom ersten Schuljahr folgt diese Stunde folgendem ritualisierten Ablauf:
- Vorstellen eines neuen Buches am Anfang
- Individuelles Lesen und
- Vorlesen durch Schüler und Schülerinnen am Ende.
So ist gewährleistet, dass die Schülerinnen und Schüler interessengeleitet lesen und auf andere Bücher aufmerksam gemacht werden. Sie erhalten die Möglichkeit, sich über ihre Leseerfahrungen auszutauschen.
Im ersten Schuljahr findet der Aufgabenschwerpunkt selbstvergessenes Lesen mit der Zielsetzung „vorgelesene Kinderliteratur genießen“ Berücksichtigung. Bei der Auswahl der Bilderbücher werden die individuellen Leseinteressen berücksichtigt. Verschiedene Methoden eines handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts fördern den Aufbau der Lesemotivation.
Antolin
Das Leseprojekt Antolin ist eine web-basierte Plattform für die Leseförderung. Allgemein dient dieses Programm der Entwicklung und Förderung der Schlüsselqualifikationen Lesekompetenz und Medienkompetenz.
Als Buchportal für Kinder bietet es ihnen eine Möglichkeit, Bücher auszuwählen, die sie gerne lesen möchten. Nach dem Lesen beantworten sie mit Hilfe von Antolin Fragen zu dem jeweiligen Buch. Auf diese Weise wird das sinnentnehmende Lesen gefördert und motiviert die Kinder, sich mit den Inhalten der gelesenen Werke auseinander zu setzen. Antolin kann als Schlüssel zur Entwicklung der selbstbestimmten eigenen Leseridentität verstanden werden. Lehrkräfte haben hierbei einen eigenen Zugang, der einen innovativen Überblick über die Lesevorlieben und Leseleistungen der Kinder bietet. Die Daten geben Aufschluss über die Entwicklung der individuellen Lesebiographien und machen etwaige Defizite deutlich. Die leicht zu handhabende Datenbank portraitiert über 9.000 Kinder- und Jugendbücher. Das Programm enthält die Klassiker der KJL ebenso wie wichtige Neuerscheinungen. Dieses breit gefächerte Angebot wird kontinuierlich aktualisiert und um weitere Titel ergänzt. Dadurch haben die Kinder jederzeit Zugriff auf eine profunde Zusammenstellung hochwertiger KJL verschiedener Themen und Genres eine Auswahl, die sich im Buchangebot ihrer Schule spiegelt.
Die Kinder werden hierbei in ihrem eigenständigen Lesen gefördert. Außerdem bietet das Programm einen gemeinsamen Bezugspunkt für alle Kinder. Antolin eignet sich für eine sinnvolle Differenzierung und bietet darüber hinaus den Lehrkräften aussagekräftige Informationen zum Leseverhalten und zur Leseleistung ihrer Schüler. Außerdem hat sich gezeigt, dass die Kinder auch von ihrem PC Zuhause das Programm gerne nutzen und somit das Lernen in der Schule mit dem Nachmittag verbunden wird.
Book buddy
Unsere Schule hat es sich als besonderen Schwerpunkt gesetzt, die Lesemotivation der Kinder von Beginn an zu fördern. Einen wichtigen Bereich dieser Förderung stellt das book buddy dar.
Hierbei ist es Aufgabe der Zweit-, Dritt- oder Viertklässler, die Erstklässler in ihren angebahnten Lesefertigkeiten zu unterstützen und zu fördern. Entsprechend finden in regelmäßigen Abständen Treffen mit den jeweiligen Patenkindern statt. Gegenseitig lesen sich die Kinder Bücher (Ganzschriften, Sachbücher) vor. Um in einer entsprechend gemütlich, entspannten Atmosphäre lesen zu können, nutzen zahlreiche book buddies die Gelegenheit und gestalten das „Ambiente" innerhalb dieser Lesestunde selbstständig.
Innerhalb dieser Förderung entsteht automatisch ein Dialog über das Gelesene. Die älteren Kinder geben den jüngeren Unterstützung bei der Verbesserung und Festigung ihrer angebahnten bzw. bereits erworbenen Lesestrategien, in dem sie abschnittsweise auch diese vorlesen lassen, Fragen zum Gelesenen beantworten, Vermutungen über den weiteren Ablauf der Handlung gemeinsam besprechen oder Illustrationen anfertigen.
Das book buddy fördert nicht nur das Interesse an Literatur und damit die Schlüsselkompetenz des Lesens bei den Schulanfängern, sondern dient auch den älteren Kindern als Leseförderung. Sinnentnehmendes, betontes Lesen wird geschult, da die Erfahrung gezeigt hat, dass es den Paten ein großes Anliegen ist, ihren Patenkindern Lesevergnügen zu bereiten. Entsprechend sorgfältig findet die Auswahl und Vorbereitung der Präsentation der Werke für das book buddy seitens der Paten statt.
Nutzung der schuleigenen Leihbücherei
Um die Ausbildung von Lesefertigkeiten mit Hilfe integrativer Leseförderung zu gewährleisten und somit die Grenzen eines einseitigen Lektürekanons der Ganzschriften sowie den vorgegebenen Texten der Lesebücher aufzubrechen, wird mit Hilfe der schuleigenen Bücherei die Möglichkeit einer vielfältigen Auswahl von selbst gewählten Texten geschaffen und somit eine Lösung zu integrativer Leseförderung gewährleistet.
Die Resonanz, die die Ausleihe der Bücherei erfährt, spiegelt das große Interesse der Kinder an Büchern wieder, sobald ihnen Möglichkeiten zur Auseinandersetzung in der bereits und noch im Folgenden zu beschreibenden Weise geboten werden. Entsprechend ist die Kreuz-Grundschule weiterhin bemüht, die Interessen der Kinder laufend zu aktualisieren und Neuanschaffungen den Interessen der Kinder anzupassen.
Ganzschriften im Unterricht
Innerhalb eines jeden Jahrgangs wird mindestens eine Ganzschrift gelesen. Hierbei ist die Herangehensweise und unterrichtliche Umsetzung entsprechend der individuellen Lernausgangssituation innerhalb einer jeden Klasse nicht verbindlich festgelegt. Bei der Anschaffung neuer Klassensätze wird darauf geachtet, neueren Erkenntnissen gerecht zu werden. Dass Kinder Serien lieben und hierbei durch entsprechende Medienverbundsysteme einen Wiedererkennungsfaktor sehr zu schätzen wissen, ist hinlänglich bekannt. Entsprechend wird der Einsatz beispielsweise der „Kommissar Kugelblitz“ –Reihe bei den Kindern sehr begrüßt. Es hat sich herausgestellt, dass die Kinder gerne auf weitere Bände dieser Reihe zurückgreifen und sich über das Gelesene gerne austauschen.
Lesediagnose – Stolperwörterlesetest
Am Ende eines jeden Schulhalbjahres findet der Stolperwörtertest statt. Die Leseuntersuchung mit dem Stolperwörtertest befasst sich zentral mit der Leseentwicklung von Grundschulkindern.
Das wesentliche Instrument ist der von Wilfried Metze konzipierte Stolperwörtertest. Hierbei werden Daten über die basale Lesefertigkeit, das Lesetempo, die Lesegenauigkeit sowie das Satzverstehen erhoben. Die Testbögen enthalten bis zu 40 Sätze, in die je ein Wort eingebaut ist, das nicht in den Satz passt und von den Kindern identifiziert werden muss. Beispiel „Ich kann gut Name lesen.“ Da die Sätze einzeln und leise zu lesen sind, ist der Test auch in einer Lerngruppe durchführbar, wobei der Lesevorgang selbst allerdings nicht beobachtet werden kann. Einschließlich Einweisung dauert die Durchführung je nach Klassenstufe 10 bis 15 Minuten.
Die anschließende Auswertung und Interpretation finden durch die Lehrkraft statt. Hierbei steht ein intern entwickeltes Programm zur Verfügung, welches die Daten unmittelbar darstellt. Die Werteskalen für den Leistungsvergleich werden in Form von Prozenträngen mitgeliefert. Die Auswertungskriterien (Lesetempo, Genauigkeit, Verstehen) werden in Werteskalen für den Leistungsvergleich in Form von Prozenträngen mitgeliefert.
Wir glauben, dass erfolgreiches Lernen am besten in einer fröhlichen und fürsorglichen Atmosphäre geschehen kann, für die wir uns verantwortlich fühlen.
Wir schaffen einen pädagogischen Rahmen, in dem vereinbarte Werte, angemessene Verhaltensweisen, sinnvolle Übungen und fundiertes Wissen gleichermaßen ihren Anteil an der Erziehungsarbeit mit dem Kind haben.
Um den individuellen Anforderungen, die jede Schülerin und jeder Schüler an uns stellt, gerecht werden zu können, bedarf es eines Konzeptes, das den Bedürfnissen jedes einzelnen Kindes angemessen ist.
Unsere Schule hat das Ziel, jedes Kind zu ermutigen und auch heraus zu fordern, sein individuelles Potenzial im Rahmen der Richtlinien und Lehrpläne zu erweitern.
Die Kreuz-Grundschule hat den Kinder- und Jugendumweltpreis 2013 der Stadt Dortmund gewonnen.
Ein pädagogischer Schwerpunkt unserer Schule bezieht sich auf die Umwelterziehung bzw. Erziehung zur Nachhaltigkeit. So bewerben
sich jährlich die dritten Klassen mit tollen Unterrichtsprojekten für den Jugendumweltpreis.
In diesem Jahr waren die Klassen sehr erfolgreich und belegten den 1. Platz!
Die Siegerehrung und die Vergabe des Umweltpreises erfolgte durch die Bürgermeisterin Frau Jörder am 6.Juni im Rathaus.
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Wie geht es in Dortmund voran mit 2, 4, 6, 8 oder mehr Beinen ?
Die 3. Jahrgänge der Kreuz-Grundschule haben sich im Februar und März 2013 intensiv mit dem oben genannten Thema auseinandergesetzt. Im Rahmen eines fächerübergreifenden Unterrichts haben folgende Aktivitäten stattgefunden:
1. Besuch der Dortmunder Zooschule
Zum Thema „Fortbewegung auf 1000Arten“ fand eine Führung unter fachkompetenter Leitung statt. Die Kinder haben anhand verschiedener Beispiele tierspezifische Fortbewegungsarten kennengelernt. Der Zusammenhang der körperlichen Voraussetzungen der unterschiedlichen Tiere und die Anpassung an den jeweiligen Lebensraum wurde den Kindern erläutert und in spielerischer Form durch Nachahmen, z.B. Passgang des Kamels, Sprung des Kängurus, nahegebracht.
2. Reflexion des Zooschulenbesuchs
Die Kinder schreiben ihre Erinnerungen an den Unterrichtsgang in Form von Erlebnisberichten auf.
3.Erstellen von Tiersteckbriefen und Plakaten
Bevor die Kinder Ihre Tiersteckbriefe entwickelt hatten, setzten sie sich mit den unterschiedlichen Lebensräumen und Bedingungen der Tiere mit Hilfe einer Weltkarte auseinander. Die Kinder haben zu ihren gewählten Tieren Informationsmaterial, wie z.B. Bücher oder Texte aus Internetrecherche mitgebracht und diese inhaltlich ausgewertet. Darüber hinaus hatten sie auch die Möglichkeit, in der Schule Internetrecherche durchzuführen.
Die Tiersteckbriefe wurden von den Kindern in Einzel- und Partnerarbeit erstellt. Zusammen mit weiteren Informationen zum Tier gestalteten die Kinder großformatige Informationsplakate . Anschließend stellten die Kinder das Tier in Form eines Referates.
4.Planung und Erstellen von Stationskarten für den Sportunterricht zum Thema
Im Klassenverband haben die Kinder die unterschiedlichen Sportgeräte zum Teil neu kennengelernt und vor dem Hintergrund „tierischer Bewegungsabläufe“ analysiert.
Nach einer gemeinsamen Ideensammlung entwarfen die Kinder in Kleingruppen tierspezifische Bewegungsstationen. Dazu gestalteten sie Stationskarten, auf denen in Wort und Bild die Bewegungsaufgabe dargestellt wird. Die Kinder der bilingualen Klasse haben die Rückseiten der Karten zusätzlich in englischer Sprache geschrieben.
Die laminierten Karten werden in das Sportmaterial der Schule übergehen, damit sie auch in nachfolgenden Jahrgängen für den Sportunterricht genutzt werden können.
5.Einsatz der Stationskarten an einem Projekttag
Nachdem die einzelnen Klassen im Sportunterricht ihre eigenen selbstentwickelten Bewegungsstationen erprobt hatten, trafen sie eine Vorauswahl für den anschließenden Projekttag. Die acht ausgewählten Stationen bauten die Kinder am Projekttag als Stationsbetrieb in der Turnhalle auf.
Jede Klasse des dritten Jahrganges lud ihre Patenklasse des ersten Jahrganges ein, die Stationen jeweils im Rahmen einer Unterrichtsstunde zu durchlaufen.
Die Drittklässler nahmen ihr Patenkind an die Hand, erklärten die Stationen, leiteten an und gaben gegebenenfalls Hilfestellung.
Resümee
Wie den Bildern anzusehen ist, zeigten die Kinder viel Freude an der Auseinandersetzung mit dem Thema „Wie geht es in Dortmund voran mit 2, 4, 6, 8 oder mehr Beinen?“. Neben dem Bewegungsaspekt konnten die Kinder ihre sozialen Kompetenzen in vielerlei Hinsicht weiterentwickeln.
